Ist der Bedarf nach Förderprogrammen überhaupt vorhanden?

Diese Frage stellten sich wohl einige Mitarbeiter des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und starteten prompt eine Evaluation, um eben jenen Sachverhalt zu hinterfragen.

Sowohl das Förderprogramm Gründercoaching Deutschland (GCD) als auch dessen Variante Gründercoaching Deutschland – Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (GCD-AL) wurden im Rahmen dieser größer angelegten Untersuchung einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Die Ergebnisse dieser Evaluation liegen jetzt in einem 190-seitigen Report der IZA vor.

Das Ergebnis

Mich persönlich hat das Ergebnis nicht gewundert. Der Bedarf ist nachgewiesenermaßen weiterhin da. Vielleicht sogar höher als je zuvor?

Offiziell lautet das Ergbenis: der Bedarf an einem spezifischen Coachingprogramm in der Nachgründungs- bzw. Stabilisierungsphase ist definitiv vorhanden. 89,7% aller durch das GCD geförderten Personen waren auch 12 Monate nach Coachingende noch beruflich selbständig. Sie beschäftigten durchschnittlich 3,6 Mitarbeiter. Beim GCD-AL waren zwei Jahre nach der Gründung noch gut 82% der geförderten Gründer selbstständig. Von den Gründern, die keine Beratung in Anspruch genommen haben, waren es nur 76%.

Das sind Zahlen die für sich sprechen.

Fazit der Forscher

Die Forscher kommen zu dem Fazit, dass das Ende 2013 ausgelaufene GCD-AL fortgeführt werden sollte. Für das GCD schlagen sie eine Prüfung der Zielsetzung des Instruments vor (z. B. eine stärkere Fokussierung auf eine spezifischere Zielgruppe und eine entsprechende Überarbeitung des Angebotsspektrums).

Weitere Ergebnisse der Evaluation können Sie auf den Internet-Seiten des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) nachlesen.

Hier gelangen Sie direkt zu der Auswertung als PDF: Link

Mein Fazit

GCD als auch GCD-AL sind weiterhin wichtig und richtig. Förderprogramme haben stets das Ziel die Teilnehmer zu fördern und nicht zu überfordern. Förderung hilft, begleitet, ebnet und lässt für viele Menschen die Zukunft in einem anderen Licht erscheinen. Und das ist im Dschungel des heutigen Arbeitsmarktes mit Sicherheit der beste Weg.